Le Matin

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Deutscher Gründerpreis 2018

Bernhard Paul erhält mit dem Circus Roncalli den Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises

Herr Bernhard Paul wurde gestern in Berlin mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises 2018 ausgezeichnet. Aus dem Nichts gestartet, begeistert Roncalli-Erfinder Bernhard Paul die Menschen seit über 40 Jahren mit immer neuen, fantasievollen Programmen und verbindet dabei höchst erfolgreich Kunst und Kommerz.

Ein echter Zirkus, so wie früher, damit hat sich Roncalli-Gründer Bernhard Paul 1976 einen Kindertraum erfüllen. Mit dem Zirkusvirus infizierte er sich schon als Kind, als ein Wanderzirkus in seinem kleinen österreichischen Heimatdorf Station machte. Artisten in Glitzer-Kostümen, Elefanten, Zebras - der kleine Bernhard war fasziniert. "Ich hatte mich besonders in die Clowns verliebt, Antihelden, die alles falsch machen und trotzdem geliebt werden." Damit war klar: Bernhard Paul wollte Zirkusclown werden. Doch nach dem Abitur studierte der Österreicher Design, langweilte sich danach als Art Director einer Zeitschrift und sammelte alles, was mit der Welt der Manege zu tun hatte. "Ich hatte mir einen alten Zirkuswagen gekauft, um meine Sammlung unterzubringen." Ehe er sich versah, hatte der damals 28-Jährige plötzlich drei solcher Wagen im Garten stehen "und dann habe ich eben meinen eigenen Zirkus gegründet".

Wie man es von einer unerfüllten Liebe kennt, war der Zirkus seiner Kinderzeit für Bernhard Paul im Laufe der Jahre "zum schönsten Zirkus der Welt" geworden. "Genau diese Idealbilder in meinem Kopf waren der Schlüssel zum Erfolg." Roncalli, das sind "Traumwelten, die den Menschen ein paar Stunden Glück schenken". Die ersten Vorstellungen, in Kooperation mit André Heller, wurden vom Publikum und der Kritik begeistert gefeiert. Doch schon kurz danach zerstritten sich die beiden Künstler. "Ich stand mit Schulden da und musste bei Null wieder anfangen." Paul schlug sich mit Auftritten als Clown auf Veranstaltungen durch, gab seinen Traum aber nicht auf. "Es war nicht einfach, aber wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder." Vier Jahre später dann die Wiedergeburt von Roncalli. Unvergessliche Nummern wie die legendären Seifenblasen von Pic, dem Clown begeisterten die Menschen. Seitdem reißt der Erfolg nicht mehr ab: Roncalli wächst und immer neue, kreative Programme entstehen. Bei der Auswahl neuer Nummern geht Paul ganz nach Gefühl. "Ich schaue, worüber ich selbst staune." Außerdem steht der 71-Jährige bis heute selbst als Clown in der Manege und spürt hautnah, was das Publikum mitreißt.

Auch wenn phantasievolle Traumwelten sein Metier sind - Bernhard Paul lebt im Hier und Jetzt. "Man muss zeitgemäß bleiben. Das Programm von 1980 könnte man heute so nicht mehr machen." Aktuell laufen beispielsweise Nummern mit Hologrammen; die klassische Tierdressur gibt es dagegen nicht mehr. "Früher gehörten Tiere einfach dazu, heute sind sie ein Anachronismus." Auch sonst ist man trotz des nostalgischen Designs up to date: Das Catering verzichtet auf Plastik, die Bratwurst ist Bio und Foodtrucks bieten angesagtes Streetfood. Zur Roncalli-Welt gehören inzwischen neben dem Zirkus auch ein Varieté, Märkte, Ausstellungen und eine Event-Agentur. In zwei Jahren will Paul in Köln den "Boulevard of Broken Dreams" eröffnen, ein Erlebnis-Museum, das vergangene Zeiten wieder lebendig werden lässt, gestaltet mit alten und schönen Dingen aus seiner Sammlung. Den Kopf in den Sternen, aber beide Beine fest am Boden - so soll es auch in Zukunft weitergehen. Bernhard Pauls drei Kinder sind bereits in der Manege aktiv und werden Roncalli weiterführen.

Die Experten des Deutschen Gründerpreises staunten, mit welcher Energie und Kreativität der 71-Jährige den Zirkus immer wieder neu erfindet und damit auch wirtschaftlich sehr erfolgreich ist. Außerdem lobten sie das soziale Engagement des Künstlers, der verschiedene Stiftungen und Vereine unterstützt. Für diese wahrhaft artistische Leistung verlieh die Jury Bernhard Paul den Sonderpreis 2018. "Der Deutsche Gründerpreis ist wichtig, um das Unternehmertum zu fördern", so der Roncalli-Gründer. "Das ist eine bedeutende Auszeichnung, weniger für mich als Person, als für den Zirkus überhaupt."
Bernhard Paul erhält mit dem Circus Roncalli den Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises

Herr Bernhard Paul wurde gestern in Berlin mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises 2018 ausgezeichnet. Aus dem Nichts gestartet, begeistert Roncalli-Erfinder Bernhard Paul die Menschen seit über 40 Jahren mit immer neuen, fantasievollen Programmen und verbindet dabei höchst erfolgreich Kunst und Kommerz.

Ein echter Zirkus, so wie früher, damit hat sich Roncalli-Gründer Bernhard Paul 1976 einen Kindertraum erfüllen. Mit dem Zirkusvirus infizierte er sich schon als Kind, als ein Wanderzirkus in seinem kleinen österreichischen Heimatdorf Station machte. Artisten in Glitzer-Kostümen, Elefanten, Zebras - der kleine Bernhard war fasziniert. "Ich hatte mich besonders in die Clowns verliebt, Antihelden, die alles falsch machen und trotzdem geliebt werden." Damit war klar: Bernhard Paul wollte Zirkusclown werden. Doch nach dem Abitur studierte der Österreicher Design, langweilte sich danach als Art Director einer Zeitschrift und sammelte alles, was mit der Welt der Manege zu tun hatte. "Ich hatte mir einen alten Zirkuswagen gekauft, um meine Sammlung unterzubringen." Ehe er sich versah, hatte der damals 28-Jährige plötzlich drei solcher Wagen im Garten stehen "und dann habe ich eben meinen eigenen Zirkus gegründet".

Wie man es von einer unerfüllten Liebe kennt, war der Zirkus seiner Kinderzeit für Bernhard Paul im Laufe der Jahre "zum schönsten Zirkus der Welt" geworden. "Genau diese Idealbilder in meinem Kopf waren der Schlüssel zum Erfolg." Roncalli, das sind "Traumwelten, die den Menschen ein paar Stunden Glück schenken". Die ersten Vorstellungen, in Kooperation mit André Heller, wurden vom Publikum und der Kritik begeistert gefeiert. Doch schon kurz danach zerstritten sich die beiden Künstler. "Ich stand mit Schulden da und musste bei Null wieder anfangen." Paul schlug sich mit Auftritten als Clown auf Veranstaltungen durch, gab seinen Traum aber nicht auf. "Es war nicht einfach, aber wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder." Vier Jahre später dann die Wiedergeburt von Roncalli. Unvergessliche Nummern wie die legendären Seifenblasen von Pic, dem Clown begeisterten die Menschen. Seitdem reißt der Erfolg nicht mehr ab: Roncalli wächst und immer neue, kreative Programme entstehen. Bei der Auswahl neuer Nummern geht Paul ganz nach Gefühl. "Ich schaue, worüber ich selbst staune." Außerdem steht der 71-Jährige bis heute selbst als Clown in der Manege und spürt hautnah, was das Publikum mitreißt.

Auch wenn phantasievolle Traumwelten sein Metier sind - Bernhard Paul lebt im Hier und Jetzt. "Man muss zeitgemäß bleiben. Das Programm von 1980 könnte man heute so nicht mehr machen." Aktuell laufen beispielsweise Nummern mit Hologrammen; die klassische Tierdressur gibt es dagegen nicht mehr. "Früher gehörten Tiere einfach dazu, heute sind sie ein Anachronismus." Auch sonst ist man trotz des nostalgischen Designs up to date: Das Catering verzichtet auf Plastik, die Bratwurst ist Bio und Foodtrucks bieten angesagtes Streetfood. Zur Roncalli-Welt gehören inzwischen neben dem Zirkus auch ein Varieté, Märkte, Ausstellungen und eine Event-Agentur. In zwei Jahren will Paul in Köln den "Boulevard of Broken Dreams" eröffnen, ein Erlebnis-Museum, das vergangene Zeiten wieder lebendig werden lässt, gestaltet mit alten und schönen Dingen aus seiner Sammlung. Den Kopf in den Sternen, aber beide Beine fest am Boden - so soll es auch in Zukunft weitergehen. Bernhard Pauls drei Kinder sind bereits in der Manege aktiv und werden Roncalli weiterführen.

Die Experten des Deutschen Gründerpreises staunten, mit welcher Energie und Kreativität der 71-Jährige den Zirkus immer wieder neu erfindet und damit auch wirtschaftlich sehr erfolgreich ist. Außerdem lobten sie das soziale Engagement des Künstlers, der verschiedene Stiftungen und Vereine unterstützt. Für diese wahrhaft artistische Leistung verlieh die Jury Bernhard Paul den Sonderpreis 2018. "Der Deutsche Gründerpreis ist wichtig, um das Unternehmertum zu fördern", so der Roncalli-Gründer. "Das ist eine bedeutende Auszeichnung, weniger für mich als Person, als für den Zirkus überhaupt."
Gründer schaffen etwas, das bleibt! Die Preisträger in den Kategorien StartUp und Aufsteiger des Deutschen Gründerpreises 2018 beweisen Unternehmergeist

Der Deutsche Gründerpreis 2018 in den Kategorien StartUp und Aufsteiger wurde gestern in Berlin an die Ineratec GmbH aus Karlsruhe und die Tesvolt GmbH aus Lutherstadt Wittenberg verliehen. Der Preis wird jährlich von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgelobt.

Die Jury des Deutschen Gründerpreises ehrt die Ineratec GmbH in der Kategorie StartUp. Ineratec ist es gelungen, gigantische chemische Anlagen auf Miniaturformat zu schrumpfen. Die dezentral nutzbaren Reaktoren produzieren beispielsweise mit Hilfe von Solar- oder Windenergie synthetische Kraftstoffe fürs Auto. Die Auswahljury des Deutschen Gründerpreises war beeindruckt von den extrem vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.

Die Auszeichnung in der Kategorie Aufsteiger geht an die Tesvolt GmbH. Intelligente Stromspeicher, die sich rechnen - damit hat Tesvolt einen wichtigen Baustein für die Energiewende entwickelt. Das weltweit einzigartige Produkt, die hervorragende Entwicklung und die guten Perspektiven auf einem Wachstumsmarkt überzeugten die Jury des Deutschen Gründerpreises.

Zu den drei Finalisten in der Kategorie StartUp gehörten außerdem die Oculavis GmbH aus Aachen sowie die Vectoflow GmbH aus Gilching. Handelsübliche Datenbrillen oder Smartphones und dazu die maßgeschneiderte Software von Oculavis lässt Servicetechniker im traditionellen Maschinenbau seltener zum Kunden fahren und alle Beteiligten sparen viel Zeit und Geld. Vectoflow entwickelt und produziert individuell angefertigte, stabile und hitzefeste Sonden, mit denen die Strömung von Luft, Wasser oder Öl extrem präzise gemessen werden kann.

In der Kategorie Aufsteiger waren außerdem die Ankerkraut GmbH aus Jesteburg und die CQSE GmbH aus Garching bei München nominiert. Ankerkraut erobert mit Gewürzmischungen in Top-Qualität, ohne Chemie, bildhübsch verpackt, die Töpfe und die Herzen begeisterter Hobbyköche. Dank CQSE und ihrer hervorragenden, weltweit einzigartigen Analysesoftware, werden bei der Weiterentwicklung der Unternehmenssoftware teure Folgeprobleme vermieden.

Die Preisträger und Finalisten in den Kategorien StartUp und Aufsteiger erhalten eine individuelle, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Beratung durch die Unternehmensberatung Porsche Consulting GmbH. Zudem übernehmen Kuratoriumsmitglieder des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für die jungen Unternehmen. Je nach Bedarf stellen die Paten - namhafte deutsche Unternehmerpersönlichkeiten - ihr Know-how in Bereichen wie Finanzierung, Organisation oder Marketing und natürlich auch Kontakte zur Verfügung. Die Unternehmen erhalten außerdem ein Medientraining beim ZDF sowie Zugang zum Alumni-Netzwerk des Deutschen Gründerpreises.


Dr. Jörg Mittelsten Scheid erhält den Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk

Dr. Jörg Mittelsten Scheid von der Vorwerk GmbH & Co. KG wurde gestern in Berlin der Deutsche Gründerpreis 2018 in der Kategorie Lebenswerk verliehen. Herr Dr. Jörg Mittelsten Scheid machte den Direktvertrieb zu einer Erfolgsgeschichte und entwickelte Vorwerk zu einem international erfolgreichen Konzern weiter.

Eigentlich wollte Dr. Jörg Mittelsten Scheid Universitätsprofessor werden, doch das Schicksal hatte andere Pläne. Das Mitglied der Unternehmerfamilie der Firma Vorwerk hatte seine Hochschulkarriere bereits gestartet, als klar wurde, dass die vorgesehenen Nachfolger aus der Familie nicht in die Firma eintreten würden. „Die Universität hatte mir die Rückkehr offen gehalten, deshalb habe ich es versucht“, erinnert sich der 82-Jährige. Der damals 30-jährige Jurist stieg gleich ganz oben bei Vorwerk ein, skeptisch beäugt von den anderen Führungskräften. „Ich hatte ja von Wirtschaft keine Ahnung.“ Er tat das, was er als Wissenschaftler gelernt hatte: Zuhören, analysieren, den Kern eines Problems herausfiltern. „Das hat mir Akzeptanz gebracht.“

Schnell erkannte der Jurist, wo die eigentliche Stärke von Vorwerk lag: Im Direktvertrieb. „Unsere Produkte brauchen höchste Qualität, sonst darf der Berater nie wiederkommen.“ Deshalb setzt Vorwerk seit Jahrzehnten auf permanente Innovationen, immer ganz nah am Kunden. „Der Vertrieb ist in die Produktentwicklung eingebunden.“ Den Kult-Staubsauger Kobold, seit 1930 auf dem Markt, gibt es inzwischen auch als Saugroboter, und der legendäre Thermomix, bereits 1971 erfunden, hat jetzt eine WLAN-Schnittstelle. Bis heute produziert Vorwerk größtenteils in Deutschland. „Hier ist viel von dem Know-how gebündelt, das wir brauchen.“ Die Experten des Deutschen Gründerpreises waren begeistert. „Ein deutsches Vorzeige-Unternehmen mit starker Innovationskraft, das auch in der digitalen Welt immer am Puls der Zeit bleibt.“ Vor allem aber sorgte Dr. Jörg Mittelsten Scheid dafür, dass der Beruf des Beraters salonfähig wurde. „Bei unseren Verkaufsmitarbeitern legen wir höchsten Wert auf absolute Seriosität.“ Davon profitiert die Branche bis heute, Verkaufspartys sind auch und gerade im Zeitalter des Internets attraktiv. „Wir glauben, dass der Kontakt von Mensch zu Mensch auch in Zukunft wichtig bleiben wird.“ Inzwischen verkauft Vorwerk außerdem online und über eigene Shops. Die Auswahljury war beeindruckt von dem „sehr modernen und höchst erfolgreichen Vertriebsmodell.“ Zudem trieb der international ausgebildete Unternehmer das Auslandsgeschäft voran, zunächst in Europa, später weltweit. Inzwischen ist Vorwerk in 79 Ländern vertreten, beschäftigt über 12.300 fest angestellte Mitarbeiter und mehr als 633.000 selbstständige Berater. Im Laufe der Jahre brachte das Unternehmen ganz unterschiedliche Produkte auf den Markt, darunter Einbauküchen und ein Bügelsystem. Inzwischen konzentriert man sich auf wenige Kernprodukte, die aktuell rund 2,9 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. „Vorwerk ist eine starke Marke, so dass es gelungen ist, die Umsätze trotz der Reduktion der Produktpalette dauerhaft hoch zu halten“, so die Experten des Deutschen Gründerpreises. Äußerst positiv wurde bewertet, dass das Unternehmen sich seit Jahren bei viel versprechenden Start-ups engagiert, ein Gewinn auch für Vorwerk selbst. „So bekommen wir neue Impulse und Ideen, beispielsweise bei der Entwicklung unseres Saugroboters.“

Vorwerk unterstützt viele soziale und kulturelle Projekte sowie Wissenschaft und Forschung. Besonders lobte die Expertenjury die „in dieser Form einmalige Stiftungsprofessur an der Universität Wuppertal“. Überhaupt ist der Jurist, inzwischen Ehrenvorsitzender des Vorwerk-Beirats, der wissenschaftlichen Welt weiter eng verbunden, hält Vorlesungen und schreibt Bücher. Die Auswahljury war beeindruckt „von einer großen Unternehmerpersönlichkeit, die stets sympathisch und bescheiden auftritt. Dr. Jörg Mittelsten Scheid hat Vorwerk zu einer weltweit bekannten, erfolgreichen Marke ausgebaut und ist auch menschlich ein Vorbild.“ Deshalb wurde Dr. Jörg Mittelsten Scheid mit dem Deutschen Gründerpreis 2018 in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet. „Der Deutsche Gründerpreis hat einen sehr guten Ruf“, freut sich der Unternehmer. „Das ist auch eine Anerkennung für das Engagement unserer Mitarbeiter.“

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