Le Matin

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60 Jahre Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

In ihrer Festrede würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Stiftung für ihr weltweites Engagement für bürgerliche Rechte und Freiheiten seit sechs Jahrzehnten. "Die Stiftung für die 'Freiheit' ist ein großes Versprechen. Die Naumann-Stiftung hält, was sie verspricht. Sie scheut sich nicht vor schwierigen Themen, sie mischt sich in aktuelle Debatten ein, sie zeigt, was liberale Ideen heute bedeuten." Doch Freiheit bedeute auch Zumutung, so Merkel. Die Zumutung, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen, für sich und für andere. "Freiheit ist die Zumutung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und für sein Tun und Lassen auch Verantwortung zu übernehmen." Und genau da knüpfe die Naumann-Stiftung an, die seit sechs Jahrzehten Bürgerinnen und Bürger fortbildet und zu Engagement in und für Gesellschaft ermutigt. Dies sei ganz im Sinne ihres Namensgebers Friedrich Naumann, einem Mann der Tat, dessen Ziel es gewesen sei, die Menschen zu befähigen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. "Friedrich Naumann wäre stolz auf das, was in den vergangenen sechzig Jahren in seinem Namen erreicht wurde. Er wäre stolz auf die vielen engagierten Mitstreiter, die in Deutschland und der Welt die Ideen der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der freien Entfaltung des Individuums vermitteln. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: Sie wird auch in Zukunft gebraucht." Die Grußworte sprachen Norbert Lammert, Bundestagspräsident a. D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., sowie Christian Lindner MdB, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag.
In ihrer Festrede würdigte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Stiftung für ihr weltweites Engagement für bürgerliche Rechte und Freiheiten seit sechs Jahrzehnten. "Die Stiftung für die 'Freiheit' ist ein großes Versprechen. Die Naumann-Stiftung hält, was sie verspricht. Sie scheut sich nicht vor schwierigen Themen, sie mischt sich in aktuelle Debatten ein, sie zeigt, was liberale Ideen heute bedeuten." Doch Freiheit bedeute auch Zumutung, so Merkel. Die Zumutung, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen, für sich und für andere. "Freiheit ist die Zumutung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und für sein Tun und Lassen auch Verantwortung zu übernehmen." Und genau da knüpfe die Naumann-Stiftung an, die seit sechs Jahrzehten Bürgerinnen und Bürger fortbildet und zu Engagement in und für Gesellschaft ermutigt. Dies sei ganz im Sinne ihres Namensgebers Friedrich Naumann, einem Mann der Tat, dessen Ziel es gewesen sei, die Menschen zu befähigen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. "Friedrich Naumann wäre stolz auf das, was in den vergangenen sechzig Jahren in seinem Namen erreicht wurde. Er wäre stolz auf die vielen engagierten Mitstreiter, die in Deutschland und der Welt die Ideen der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der freien Entfaltung des Individuums vermitteln. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: Sie wird auch in Zukunft gebraucht." Die Grußworte sprachen Norbert Lammert, Bundestagspräsident a. D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., sowie Christian Lindner MdB, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag.

Mit einem Festakt hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihrer Gründung vor 60 Jahren gedacht. An den Feierlichkeiten in der STATION Berlin nahmen rund 600 Gäste aus Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Stiftungswesen teil.

Norbert Lammert gratulierte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im Namen der anderen politischen Stiftungen und betonte deren Verbundenheit untereinander, trotz ihrer Unterschiede: „Alle nehmen den gleichen Auftrag wahr: Die Förderung von Demokratie und Freiheit mit jeweils eigenem Profil und mit gewollt unterschiedlichen Akzenten.“ Andere Länder, darunter auch Demokratien, beneideten Deutschland um die Gründung politischer Stiftungen. Dass Bildungsarbeit im Dienste der Freiheit mehr denn je gefragt ist, zeige die zunehmende Sehnsucht nach autoritären Alternativen, in Deutschland und weltweit. „Das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiheit ist vermutlich schon einmal ausgeprägter gewesen - aber 'im Eimer' ist die Idee ganz sicher nicht“, so Lammert. Sie sei jedoch nicht ein für allemal gesichert. Daher müssten sich damit nicht nur die Naumann-Stiftung, sondern auch die anderen politischen Stiftungen sowie die politische Klasse weiterhin befassen. Auch Christian Lindner würdigte die Arbeit der Stiftung, die sich mit ihrem Einsatz für Demokratie und gegen den Populismus, über ideelle und nationale Grenzen hinweg, verdient gemacht habe. "Sie hilft Menschen weltweit dabei, ihre Chancen zu nutzen. Mutig, optimistisch und weltoffen - ich bin mir sicher, dass ihr Gründer Theodor Heuss stolz darauf wäre, wenn er sehen würde, wie sich die Stiftung entwickelt hat", sagte Lindner. Die Würdigungen seiner Vorredner aufgreifend, betonte Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Naumann-Stiftung, noch einmal die Bedeutung des Stiftungsauftrags: "Freiheitliche Politik, wie wir sie in der politischen Bildungsarbeit vermitteln, ist nie perfekt. Aber sie ist besser als alle Gesellschaftsentwürfe, die sie unterdrücken wollen. Sie will, dass Menschen nie mehr das Knie vor Menschen beugen müssen, die stärker sind als sie selbst." Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wurde am 19. Mai 1958 als Friedrich-Naumann-Stiftung in der Bonner Villa Hammerschmidt von Theodor Heuss, Walter Erbe, Paul Luchtenberg, Reinhold Maier, Hans Wolfgang Rubin u. a. gegründet und nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann benannt. Ihr Name erhielt im April 2007 den Zusatz „für die Freiheit“.

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