Le Matin

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Szczesny & Herbicht im Schmelzwerk, Berlin

Ein Festival für die Sinne. Die Verschmelzung von Kunst, Genuss und „Joie de Vivre“. Wir haben das Vergnügen, Sie zu einem ganz besonderen Event begrüßen zu dürfen.

Szczesny im Schmelzwerk (Sarotti Höfe), Berlin

Gezeigt werden neue Bilder von Stefan Szczesny. Die Ausstellung wird begleitet von der „Flying Food Collection 2017“ des Spitzenkochs Markus Herbicht und der Präsentation der Stadt Saint-Tropez, vertreten durch den Direktor von Saint-Tropez Tourisme Claude Maniscalco.

 
Dr. Michael Strather über die Kunst von Stefan Szczesny:

Strand, Meer, der Vieux Port, Palmen, blauer Himmel, Frauen. Vallauris, Cannes, St. Tropez. Pablo Picasso liebte diesen Landstrich und mit, vor und nach ihm Chagall, van Gogh, Cézanne, Signac, Matisse, Bonnard: die Liste ließe sich beinahe endlos fortsetzen. Das Licht des Südens prägt ganz automatisch die Malerei, die Farbigkeit, die Leichtigkeit, die Themen. Wer dort längere Zeit lebt, verändert sich, nimmt diese Leichtigkeit in sich auf, wechselt die Perspektive, lebt einen anderen Lebensrhythmus. Ein Frauenporträt, Blume im Haar, Perlenkette, mit schwarzen Strichen kurz skizziert, zwei Gläser, daruntergelegt, im Negativ, zwei Frauenfiguren, Akte, ein Segeltuchstuhl, zwei Tischchen, zwei Gläser, eine Karaffe, die Farben: Schwarz, Weiß und Rot, ein Schriftzug: St. Tropez. Ein programmatisches Bild von Stefan Szczesny, in zwei erzählerischen Ebenen übereinander gelegt, dazu die reduzierte Farbigkeit und Formensprache, großartiger Ausdruck des Lebens unter einer südlichen Sonne. Die menschliche Figur, das ist bei Stefan Szczesny fast immer „Eva“, das ewig Weibliche, das weibliche Prinzip der Schöpfung, das ihn immer fasziniert hat. Eva ist das Sinnbild für Weiblichkeit und Sinnlichkeit, Schlüsselbegriffe für die Kunst Szczesnys. Der Künstler, der zu den wichtigsten deutschen Malern seiner Generation gehört und mit der legendären Ausstellung Rundschau Deutschland 1981 den Ruf der jungen, wilden Malerei Deutschlands in der Welt begründete, war Herausgeber der Zeitschrift Malerei.Painting.Peinture, reiste in die Karibik (u.a. Mustique, auf der er sich niederließ) und bezog 1994 ein Atelier in New York. Sein Werk ist ebenso vielfältig wie seine Interessen, aber immer ist die unverwechselbare Hand des Künstlers in allen verschiedenen Techniken und Permutationen seiner Kunst erkennbar geblieben. Malerei, Keramik, Grafik, Stahlskulptur, Fotografie und Malerei auf Fotografie (um nur einige zu nennen) – der Gestaltungswille und die Kreativität scheinen bei ihm kaum Grenzen zu kennen. Von Anfang an war hier ein Künstler am Werk, der multimedial gearbeitet hat. Paradigmatisch für sein Schaffen kann vielleicht seine große, raumgreifende Ausstellung auf der Insel Mainau 2007 stehen. Auf der gesamten Insel waren Arbeiten von ihm zu sehen, Stahlskulptur, Keramik, Malerei und Gartenkunst, denn auch Blumenbeete und Sträucher wurden damals nach seinen Entwürfen gestaltet. Die opulente Gestaltung fügte sich harmonisch in die Gartenarchitektur ein, korrespondierte auf ideale Art und Weise mit den blühenden und nichtblühenden Pflanzen, der besonderen Atmosphäre der Insel. „Meine Malerei soll zu einer positiven Sicht der Dinge ermutigen. „Es ist nicht alles traurig und negativ auf dieser Welt“, hat der Künstler einmal zu seiner Kunst formuliert.

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