Le Matin

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Ein Kurz-Urlaub ins Märchenland an der Chausseestraße : Nithan Thai

Sobald man das Nithan Thai betritt, ist das verkehrsreiche Treiben auf einer der Hauptschlagadern aus der City nach Norden schlagartig vergessen. Man taucht sofort ein in eine andere Welt, wird man hier doch nicht von Kellnern, sondern von Gastgeberinnen und Gastgebern betreut. Für Berliner Verhältnisse ungewöhnlich, wird Gastronomie wieder auf den ursprünglichen Begriff zurückgeführt und sich eingeladen fühlt. Die Küche wurde von Schahaf Shabtay aus Tel Aviv konzipiert. In Berlin kocht für uns Yvonne … Sie ist thailändisch inspiriert, gespickt mit französischen Raffinessen und entführt jeden in eine wunderbare Welt unterschiedlichster Aromen.



Empfangen werden wir mit dem exklusiven Sommerdrink „Sex in the City“ als Aperitif mit weißem Berliner Belzazar Vermouth als Grundspirituose: frisch, weich und weinig; ein gelungener Einstieg in den Abend.



Sogleich werden uns Minzblätter zum Zerreiben zwischen den Händen und feuchte Tücher gereicht. Der Kurz-Urlaub kann beginnen. Der Alltag auf der Straße ist schon entrückt. Das Ambiente ist wie die gesamte Speisenkonzeption auf die Elementgruppen: Wasser – Verdunstung und Meerwasser | Innerer Frieden – Steinöfen | Sonnenaufgang–Gesundheit| Goldene Sonne – knusprig und knackig | Sound – Das Flüstern der Flamme ausgerichtet und verströmt angenehm positive Energien.
Sobald man das Nithan Thai betritt, ist das verkehrsreiche Treiben auf einer der Hauptschlagadern aus der City nach Norden schlagartig vergessen. Man taucht sofort ein in eine andere Welt, wird man hier doch nicht von Kellnern, sondern von Gastgeberinnen und Gastgebern betreut. Für Berliner Verhältnisse ungewöhnlich, wird Gastronomie wieder auf den ursprünglichen Begriff zurückgeführt und sich eingeladen fühlt. Die Küche wurde von Schahaf Shabtay aus Tel Aviv konzipiert. In Berlin kocht für uns Yvonne … Sie ist thailändisch inspiriert, gespickt mit französischen Raffinessen und entführt jeden in eine wunderbare Welt unterschiedlichster Aromen.



Empfangen werden wir mit dem exklusiven Sommerdrink „Sex in the City“ als Aperitif mit weißem Berliner Belzazar Vermouth als Grundspirituose: frisch, weich und weinig; ein gelungener Einstieg in den Abend.



Sogleich werden uns Minzblätter zum Zerreiben zwischen den Händen und feuchte Tücher gereicht. Der Kurz-Urlaub kann beginnen. Der Alltag auf der Straße ist schon entrückt. Das Ambiente ist wie die gesamte Speisenkonzeption auf die Elementgruppen: Wasser – Verdunstung und Meerwasser | Innerer Frieden – Steinöfen | Sonnenaufgang–Gesundheit| Goldene Sonne – knusprig und knackig | Sound – Das Flüstern der Flamme ausgerichtet und verströmt angenehm positive Energien.
Unsere Gastgeberin Claire führt uns in die Philosophie des „sharing is caring“ ein: gemeinsam mehr! Um ein vollumfängliches Genusserlebnis zu erfahren, sollte man die Hinweise der Gastgeberin dankbar annehmen, ansonsten vergäbe man sich nämlich etwas. Oberstes Prinzip: gemeinsam genießen! Niemand bestellt für sich allein, sondern man teilt die bestellten Speisen miteinander. Das führt ganz nebenbei auch zu einem neuen Kommunikationserlebnis.



Vorab gab es den grünen Papaya-Salat „Tam Ma-La-Ko“, leicht und pfiffig angerichtet, ausgewogenen zwischen süß-sauer und scharf. Ein gelungener Auftakt.



Zum zweiten Gang wartet unsere Gastgeberin schon wieder mit einer Überraschung auf. Zum Thong Kum (Rindfleisch Bangkok-Style, Kalamandi-Orange, geräucherter Sesam, Pandan-Blätter Tia-To Nanami) empfiehlt sie das rote IPA (India Pale Ale) der Ratsherren-Brauerei. Genusshinweise: Basilikum in die Hände nehmen, dann das Rindfleisch mit der Hand in einer ¾ -Umdrehung durch den Jus drehen, und dann – einfach nur genießen. Kongenial.



Es folgen Maow Garnelen mit Maniok, Bumbu Pedis, Grapefruit, Mandel, Limette und grünem Spargel. Dazu korrespondierte der Louis Gunthurm Nierstein Riesling Feuerstein trocken 2013 perfekt.



Zwischendurch erfrischte uns der Tartar Market mit Variationen von weißem Fisch, Lachs, Kazami Wasabi, Koriander-Kiwi-Senfsauce und Sesamboutique. Die Golden Gong Garnelen, Spargelbohnen an einem Jakitori-Joghurt mit Thai Chili überzeugten mit einem herzhaften käsigen Grundton. Weitere exotische Gaumenfreuden bereiteten die Thai-Rollen mit Fisch (Thunfisch, Lachs, King-Forest-Pilz mit ABC-Sesamsauce) und Fleisch (Ajam Nea, Rinderfilet, Oper Kokus, Gurke, Avacoda, Kin-Ping-Sauce).



Unser Favorit an einem an kulinarischen Höhepunkten nicht gerade armen Abend waren und sind die Massaman Mai. Exzeptionelle Rippchen an Schwarze Bohnen Chilli, Datteln, Boston Salatblätter in einem sensationellen Jus von der Foie . Dazu wird ein frisches und selbstgebackenes Maisbrot mit Minzpesto-Joghurt gereicht.



Mit einem leichten Silvaner Stahl Damaszener 2015 genossen wir abschließend Pla-Op , einen Teppo Drum Fisch (Süßwassertrommler bei 450 Grad gebraten), Tjap Tajay, mit einem herrlich fluffigen Blumenkohlpüree, Kokosnuss und Knife Ball .



Eine wahre Innovation ist die Dessertkarte, die in Form einer Schachtel mit den Gewürzen und Ingredienzien der Desserts daherkommt. Und zur Überleitung nehmen wir aromatisierten Jasmin-Tee zu uns, um uns aufs Neue zu entspannen. Dann stimmt uns der Nitan Flip Cocktail mit gesättigter Omas Milchmädchenmilch auf drei wunderbare Dessertkreationen ein.

Mit einem Strahlen im Gesicht verlassen wir diese Oase der Glückseligkeit. Ein rundum gelungener – kulinarischer – Kurzurlaub geht zu Ende.

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