Le Matin

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13. Preisverleihung "Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres" 2018

WAS MEINT DIE INITIATORIN ÜBER SPITZENVÄTER?
Prof. Dr. Ulrike Detmers führt aus: „Wenn Väter motiviert sind und es als eine
wichtige Aufgabe in ihrem Leben begreifen, Kinder, Küche und Karriere unter einen Hut zu bringen, dann können sie das genauso gut wie motivierte Frauen und Mütter. Die Zusammenarbeit der Eltern in der Familie ist eine gute Voraussetzung dafür, dass es allen Familienmitgliedern gut geht und keiner über Gebühr strapaziert wird. Kinder haben regelmäßig zwei Ansprechpartner, die ihnen, wenn’s sein muss, zur Seite stehen, Väter steigern ihre Gestaltungsfreiheit. Sie werden zu intensiveren Mit-Gestaltern der Erziehung der Sprösslinge und Mit-Gestaltern der Haushalts- und Familienwelt, als es die tradierte Vaterrolle vorsah.

Und Mütter fühlen sich entlastet, wenn die Erziehungs- und Familienarbeit auf zwei Schultern ruht. Mütter wie Väter können im Doppelpack Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen. Richtig gut kann es allen gehen, wenn die Familie durch familienergänzende qualifizierte Betreuungsangebote und Bildungsangebote unterstützt wird. Die gleichberechtigte Partnerschaft in der Ehe und Familie fördert die Leistungskraft von Gesellschaft und Wirtschaft. Immer mehr Männer und Väter entscheiden sich, gezielt ihre Fähigkeiten ausgiebiger für Kinder, Haus- und Kocharbeit zu nutzen. Sie haben sich von den Erwartungen an den typischen Mann verabschiedet und sind aufgebrochen zu neuen Ufern.“
WAS MEINT DIE INITIATORIN ÜBER SPITZENVÄTER?
Prof. Dr. Ulrike Detmers führt aus: „Wenn Väter motiviert sind und es als eine
wichtige Aufgabe in ihrem Leben begreifen, Kinder, Küche und Karriere unter einen Hut zu bringen, dann können sie das genauso gut wie motivierte Frauen und Mütter. Die Zusammenarbeit der Eltern in der Familie ist eine gute Voraussetzung dafür, dass es allen Familienmitgliedern gut geht und keiner über Gebühr strapaziert wird. Kinder haben regelmäßig zwei Ansprechpartner, die ihnen, wenn’s sein muss, zur Seite stehen, Väter steigern ihre Gestaltungsfreiheit. Sie werden zu intensiveren Mit-Gestaltern der Erziehung der Sprösslinge und Mit-Gestaltern der Haushalts- und Familienwelt, als es die tradierte Vaterrolle vorsah.

Und Mütter fühlen sich entlastet, wenn die Erziehungs- und Familienarbeit auf zwei Schultern ruht. Mütter wie Väter können im Doppelpack Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen. Richtig gut kann es allen gehen, wenn die Familie durch familienergänzende qualifizierte Betreuungsangebote und Bildungsangebote unterstützt wird. Die gleichberechtigte Partnerschaft in der Ehe und Familie fördert die Leistungskraft von Gesellschaft und Wirtschaft. Immer mehr Männer und Väter entscheiden sich, gezielt ihre Fähigkeiten ausgiebiger für Kinder, Haus- und Kocharbeit zu nutzen. Sie haben sich von den Erwartungen an den typischen Mann verabschiedet und sind aufgebrochen zu neuen Ufern.“

Prof. Dr. Ulrike Detmers mit den Siegervätern Andreas Altwicker, Jürgen Gerold Ott, Peter Justenhoven

Porträt Andreas Altwicker,


6 unter einem Hut

Familie Altwickler Fotohinweise: Cornelia Neuhaus
Andreas Altwicker hat vier Mal Elternzeit in Vollzeit ausgeübt. Er gehört damit zu den männlichen Wegbereitern vollzeitlicher Eltern-monate. Anders als üblich hat seine Frau Sarah Altwicker jeweils nur einen Monat Elternzeit genommen und das bei jedem der 4 Sprösslinge. Oktober 2007 kam Tochter Dayu Maria zur Welt, 2009 wurde Joni Frederik geboren, Theo Valentin 2013. Februar 2017 erblickte Kaya Anouk das Licht der Welt. Andreas Altwicker war Elternzeitler für jeweils 12 Monate. Nur bei Dayu Maria waren die Monate der Elternzeit etwas kürzer. Der familiäre Vollzeiteinsatz von Andreas Altwicker nach den Geburten der Kinder gab Ehefrau Sarah die Zeit, sich beruflich zu qualifizieren für ihre Arbeit zugunsten des nachhaltigen Schutzes der Weltmeere, insbesondere für seit Jahren von ihr mitbegründete Projekt „INDONESIAN MARINE EDUCATORS NETWORK”.

Andreas Altwicker hat nach dem Besuch der Fachschule für Seefahrt in Flensburg von August 2006 - August 2014 als Nautischer Wachoffizier gearbeitet.
In dieser Zeitspanne kamen die ersten drei von vier Kindern zur Welt. Andreas Altwicker trainierte sich zusätzlich zur Arbeit optimal fürs Familienmanagement auf im Wechsel von Elternzeit, Vereinbarkeit Beruf und Familie und wieder alles von vorne. Im Februar 2018 endete seine 4. Vollzeitelternzeit. Seit März 2018 muss der vierfache Vater Andreas nun wieder alles unter einen Hut bringen. Seit August 2014 arbeitet er in Festanstellung als stellvertretender Plattformmanager der Firma Global Tech I Offshore Wind GmbH Hamburg auf der Offshore-Umspannstation OSS GT I als direkter Vertreter des Plattformmanagers.

Die beiden älteren Kinder besuchen eine bilinguale Schule, in der sie spanisch lernen. Der vierjährige Theo Valentin besucht eine Kindertagesstätte. Das jüngste Kind, Kaya Anouk, ist am 11. Februar 2018 ein Jahr alt geworden und wird noch zu Hause betreut.

Über sein Frauenbild

Zuckerpüppchen sind Frauen für ihn wahrlich nicht, sondern Menschen auf Augenhöhe, die ihre Frau im Leben stehen genauso wie Männer ihren Mann im Leben stehen. Gemeinsam sind beide Partner und Gestalter eigener Arbeits-, Berufs- und Familienwelten. Bei Gesprächen im Freundeskreis differenziert Andreas Altwicker nicht zwischen stereotypen Frauen- und Männerthemen und er benimmt sich Frauen wie Männern gegenüber gleich. Moralisch, beim Kindererziehen und im Haushalt unterstützt er Sarah Altwicker, die wie er alle Hände voll zu tun hat.

Über sein Männerbild

Seine empfehlende Person, Greta Semar, schreibt über ihn „Ich würde nicht sagen, dass Andreas‘ Handlungen von einer festen Vorstellung wie ein Mann oder eine Frau zu sein hat, bestimmt sind, sondern dass ihn eher ein Menschenbild leitet, in dem jeder so sein darf wie er ist, das Gemeinwohl aber im Blick behalten sollte.“ Andreas lebt diese Philosophie vor. Er packt an, da wo es jetzt sein muss. Einen Zacken bricht er sich dabei nicht aus der Krone. Andreas bleibt seinem eigenen Ich treu, obwohl er beruflich immer in sogenannten Männerdomänen aktiv war und ist.


Jürgen Gerold Ott,


Drei auf einen Streich

Familie Ott Fotohinweise: Soulprint Fotodesign
Er hat diese intensive Familienzeit sehr genossen und würde sich jederzeit nochmals so entscheiden. Es motiviert ihn, täglich an den Entwicklungsfortschritten von Charlotte, Helena und Sophie aktiv und innig teilzuhaben. Die drei Mädchen kamen am 14. März 2015 zur Welt. Jürgen Ott war damals Assistenzarzt der Klinik für Hals-Nasen- und Ohrenkrankheiten und Plastische Operationen im Klinikum Stuttgart.

Christin Grunert steckte im Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien. Von November 2014 bis zur Geburt der Drillingsmädchen war ihr die Beschäftigung wegen komplizierter Mehrlingsschwangerschaft verboten. Dank des großen familiären Einsatzes ihres Partners Jürgen hat Christin Grunert im September 2017 den Vorbereitungsdienst in Stuttgart wiederaufgenommen.

Nach der Geburt am 14. März 2015 haben beide Eltern die Betreuung ihrer Drillinge gleichberechtigt und zu gleichen Teilen ausgeübt. Die Großeltern langten auch mit zu. Seit dem Wiedereinstieg von Jürgen Ott im Mai 2016 als Arzt in Teilzeit mit 75 Prozent wöchentlicher Arbeitszeit beschäftigte er sich 6-13 Stunden am Tag mit den Drillingsschwestern. Er konnte sich auch während dieser Zeit auf seine Facharztprüfung vorbereiten, die er erfolgreich bestand. Seiner Partnerin hielt er den Rücken frei, damit diese nach der Geburt der Drillinge ihr Promotionsprojekt abschließen konnte. Parallel dazu bereitete sie ihren Einstieg in den Schuldienst vor. Seit Mitte 2017 sind beide Elternteile wieder voll berufstätig, die Drillinge in der Ganztagsbetreuung in einem Kinderhaus. Alle Aktivitäten mit den Kindern und im Haushalt teilen sich die Drillingseltern so auf, dass das Familien- und Arbeitsleben in Einklang gebracht werden kann.

Über sein Frauenbild

Jürgen Ott hat ein großes Interesse an gleichberechtigter Rollenverteilung. Er sieht die Rollen innerhalb der Familie bestimmt durch die jeweiligen Neigungen und durch eine stetige wechselseitige Kompromissbereitschaft. Er begegnet seiner Partnerin auf Augenhöhe und versucht, seine berufliche Karriere in Einklang mit den Bedürfnissen der Partnerschaft und der Familie zu verfolgen. Durch seinen Wechsel der Arbeitsstelle hat er es seiner Partnerin ermöglicht, ihre Stelle im Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg anzutreten und auch aktuell werden seine eigenen Karriereschritte mit dem Berufseinstieg seiner Partnerin koordiniert.

Über sein Männerbild

Es ist Jürgen Ott wichtig, dass beide Elternteile ihre beruflichen Ziele erreichen können. Die Kinder sollen als Bereicherung empfunden werden. Er sieht sich nicht als finanzieller
Versorger der Familie, sondern als zentrale Bezugsperson, die aktiv am Leben seiner Kinder und der Familie als Ganzes teilnimmt und sich bewusst Zeit hierfür nimmt. Unter seinen KollegInnen ist er der einzige Mann, der ein ganzes Jahr Elternzeit genommen hat.

Dennoch ist es ihm wichtig, trotz Kinder und Arbeit noch Zeit für sich und Aktivitäten und Hobbys zu finden. Dasselbe gesteht er auch seiner Frau zu. Jürgen Ott geht gerne immer wieder mit seinen ehemaligen Schulfreunden 2-3 Tage wandern oder auch alleine zum Fahrradfahren oder zum Schwimmen, um abschalten zu können und die Ruhe zu genießen.



Sonderpreisträger:
Peter Justenhoven


Familie Justenhoven Fotohinweise: Jens Bruchhaus
Informationen über den Sonderpreisträger

Peter Justenhoven ist selber leitender Angestellter wie seine Ehefrau Petra Justenhoven. Wenn es darauf ankam, weil Petra Justenhoven extrem konzentriert und ruhevoll den nächsten Karriereschritt realisierte, war Ehemann Peter zur Stelle, um sich um Sohn Paul und Tochter Pia zu kümmern. Aber nicht nur in hohen Belastungs-lagen, sondern generell ist das Familien-unternehmen Justenhoven ein in der „ersten Leitungsebene“ paritätisch besetztes mit Peter und Petra an der Spitze. Beide vertreten sich, kümmern sich, unterstützen sich, damit alle Familien-mitglieder happy sind. Die Familie tickt wie ein Schweizer Uhrwerk!

Über sein Männerbild

Für ihn gehören das „Spitzenvater sein“ und Gleichberechtigung zwischen Partnerin und Partner zusammen. Peter Justenhoven ist als jüngstes von vier Kindern in einer Großfamilie aufgewachsen. Die eher tradierte Rollenverteilung in der damaligen Zeit hat er früh erfahren. In seiner eigenen Ehe gelten andere Maßstäbe wie geschlechtsübergreifendes Unterstützen und Zusammenarbeit.

Über sein Frauenbild

„Ich habe mit Petra die richtige Frau für unseren persönlichen Lebensentwurf“, hebt Peter Justenhoven hervor. Mit ihr kann er eine gleichberechtigte Beziehung im privaten und beruflichen Alltag führen. Peter Justenhoven ist davon überzeugt, dass Partnerschaft nur auf Augenhöhe funktionieren kann. Mit dieser Grundhaltung meistern das Ehepaar Justenhoven bravourös das Alltagsleben, erziehen ihre Kids gemeinsam, erleben aktiv mit, wie sich Paul und Pia entwickeln und mit zunehmendem Alter gestalten.

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